Nachhaltigkeit auf Schienen: Wie der Wechsel von Lkw auf Bahn bei BHS Global Logistics nicht nur CO₂ spart, sondern auch Kosten
Nachhaltige Logistik muss nicht kompliziert oder teuer sein – im Gegenteil: Manchmal liegt die Lösung näher als gedacht. Gemeinsam mit Hellmann hat die BHS Global Logistics GmbH ihren Transport von Ersatz- und Einbauteilen aus der Türkei zum Produktionsstandort Weiherhammer in Bayern neu aufgestellt. Das Ergebnis: deutlich weniger Emissionen, stabile Laufzeiten – und sogar geringere Kosten.
BHS Global Logistics ist Kompetenzpartner von BHS Corrugated und ein globaler Anbieter von Lösungen für die komplexen Anforderungen in der Wellpappenindustrie. In Weiherhammer werden zentrale Bauteile aus verschiedenen Regionen Europas zu hochmodernen Produktionsanlagen zusammengefügt. Für den Transport von Komponenten aus dem türkischen Eskişehir nach Bayern wurden bislang zwei Lkw pro Woche eingesetzt. Doch im Zuge der strategischen Neuausrichtung rückte das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus – ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder Zuverlässigkeit zu verzichten.
„Unser Ziel war klar: eine Lösung zu finden, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch überzeugt“, erklärt Fabian Taubensee, Route Development Manager bei Hellmann. „Dass wir dabei sogar rund zehn Prozent an Transportkosten einsparen konnten, war das Sahnehäubchen.“
Die neue Transportlösung setzt auf eine sogenannte intermodale Kombination verschiedener Verkehrsträger – und damit auf die Stärken jedes einzelnen Modus. Konkret beginnt der Weg der Ware mit der Abholung per Lkw in Eskişehir. Anschließend wird der Container im Hafen Gemlik auf ein RoRo-Schiff (Roll-on/Roll-off) verladen, das ihn über das Mittelmeer nach Triest in Italien bringt. Von dort geht es per Bahn weiter ins österreichische Wels. Die letzten Kilometer übernimmt wieder ein Lkw, der die Teile direkt zum Standort in Weiherhammer liefert. Der gesamte Transport dauert – wie zuvor per Lkw – sechs Tage.
„Durch den Umstieg von der Straße auf die Schiene sparen wir pro Lieferung rund 70 Prozent CO₂ ein“, erklärt Mei Ling Li, Sustainability-Verantwortliche für die Cleaner Logistics Produkte von Hellmann. „Statt rund 6.772 Kilogramm CO₂ beim Straßentransport entstehen bei der neuen Lösung nur noch etwa 2.069 Kilogramm. Diese Einsparung ist ein echter Hebel für die Klimabilanz.“
Auch aus operativer Sicht verlief die Umstellung reibungslos. Der eingesetzte 45-Fuß-Curtainside-Container bietet das gleiche Ladevolumen wie ein klassischer Lkw-Trailer – sodass sich die Mengen nicht verändern mussten. Prozesse wie die Avisierung, Verladung oder Zollabwicklung konnten nahezu unverändert bleiben.
Besonders wichtig war dabei die enge Abstimmung aller Beteiligten: Vom Key Account Management über das Railfreight-Team und den Kolleg*innen aus dem Bereich Nachhaltigkeit bis hin zu den operativen Einheiten in Deutschland und der Türkei arbeiteten alle eng zusammen. Der zentrale Standort für die Koordination war die Hellmann-Niederlassung in Nürnberg. Vor Ort sorgten Fabian Taubensee, Nadine Sailer vom Operational Key Account Management sowie Yavuz Caliskan aus dem Team in der Türkei dafür, dass alles nahtlos ineinandergreift.
Auch auf Kundenseite kommt die neue Lösung gut an. Alexander Walberer, Manager Business Development bei BHS Global Logistics, betont:
„Wir waren auf der Suche nach einer nachhaltigeren Transportlösung, die aber gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll bleibt. Hellmann hat uns mit einem Ansatz überzeugt, der alle Anforderungen erfüllt – und sogar übertrifft. Die Zusammenarbeit war von Anfang an partnerschaftlich und lösungsorientiert. Besonders beeindruckt hat uns, wie nahtlos sich die neue Transportkette in unseren Alltag integrieren ließ.“
Inzwischen wird bereits über weitere Optimierungen entlang der Lieferkette gesprochen – immer mit dem Ziel, Nachhaltigkeit und Effizienz intelligent zu verbinden.
„Aus meinem ersten Austausch mit Alexander Walberer zu Überseeverkehren ist eine strategische Partnerschaft entstanden“, resümiert Fabian Taubensee. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit BHS Global Logistics GmbH einen Weg gefunden haben, der zeigt, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sein müssen – sondern sich ideal ergänzen.“
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